Kleine Blume Häkeln - Anleitung Für Eine Zarte Häkelblüte
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Sabine KrügerSabine Krüger25.08.2026ZUR ANLEITUNG

Diese kleine Häkelblume ist genau das Projekt für einen nasskalten Nachmittag, an dem draußen sowieso nichts blüht. Ich häkle sie schon seit Jahren aus Resten meiner Wollkiste im Keller, und sie ist eines der wenigen Projekte, bei denen fast nichts schiefgehen kann, wenn man ein paar kleine Stolperstellen kennt. Ihr braucht dafür nur rosa Baumwollgarn, eine Häkelnadel 3,5 mm und etwa eine halbe Stunde Zeit. Ich zeige euch jeden Schritt genau so, wie ich ihn selbst gehäkelt habe, inklusive der Stellen, an denen meine ersten Blüten schief geraten sind.

Der erste Faden: Material und Anfangsschlinge

Anfangsschlinge für die kleine Blume häkeln Anleitung auf rosa Baumwollgarn und Häkelnadel 3,5 mm

Ich sitze mit dieser Anleitung öfter am Küchentisch als mir lieb ist – aber genau da entstehen die schönsten kleinen Blumen. Für dieses Projekt braucht ihr wirklich nicht viel: ein rosa Baumwollgarn aus der Restekiste im Keller und eine Häkelnadel in 3,5 mm.

Der erste Schritt ist die Anfangsschlinge, die ihr auf die Nadel zieht. Das klingt banal, ist aber die Basis für alles, was folgt: Zieht die Schlinge nicht zu fest, sonst tut sich die Nadel später schwer, wenn ihr die ersten Maschen hineinarbeitet.

  • Garn: Baumwollgarn hält die Form besser als Acryl, gerade bei so kleinen, filigranen Teilen.
  • Nadel: 3,5 mm – bei dünnerem Garn ruhig eine Nummer kleiner nehmen, dann wird die Blüte fester.

Mein erstes Blümchen vor Jahren ist windschief geworden, weil ich die Schlinge viel zu locker gelassen hatte. Kein Beinbruch, aber ein guter Hinweis, worauf es ankommt.

Der Fadenring – die Mitte, die alles zusammenhält

Fadenring legen als erster Schritt beim kleine Blume häkeln, Ring wird mit Fingern festgehalten

Jetzt kommt der Teil, den viele überspringen wollen, weil er am Anfang komisch aussieht: der Fadenring. Ich lege den Faden um zwei Finger, halte ihn fest und führe die Nadel hindurch – auf dem Foto seht ihr genau diesen Moment, kurz bevor der Ring sich schließt.

Der Ring bildet später die Blütenmitte – und genau deshalb lohnt es sich, ihn wirklich fest zu halten, bevor die ersten Maschen hineinkommen.

Wenn der Ring zu locker bleibt, rutscht später alles auseinander und eure Blume hat in der Mitte ein Loch, durch das man den Tisch sehen kann. Das ist mir bei meinen ersten Versuchen mehrmals passiert – einfach den Faden am Ende nochmal kräftig nachziehen, dann sitzt es.

Alternativ könnt ihr auch mit ein paar Luftmaschen und einer Kettmasche einen festen Ring häkeln, wenn euch der Fadenring zu fummelig ist. Das Ergebnis ist minimal fester, aber für den Anfang völlig in Ordnung.

Das erste Blütenblatt entsteht

Erstes Blütenblatt direkt in den Fadenring häkeln für die kleine Blume häkeln Anleitung

Für das erste Blütenblatt häkelt ihr direkt in den Fadenring: 2 Luftmaschen, 2 Stäbchen, 1 Kettmasche. Auf dem Foto seht ihr, wie sich aus dem Ring bereits ein kleines, rundliches Häufchen wölbt – das ist genau richtig so, auch wenn es noch nicht nach Blütenblatt aussieht.

Die Luftmaschen am Anfang geben dem Blatt seine Höhe, die beiden Stäbchen füllen es, und die Kettmasche schließt es sauber ab, bevor ihr in den Ring zurückkehrt. Zählt hier ruhig laut mit – gerade beim ersten Blütenblatt schleicht sich schnell eine Masche zu viel oder zu wenig ein.

Wenn das erste Blatt deutlich größer wirkt als ihr erwartet habt: keine Sorge, das gleicht sich meistens beim zweiten und dritten Blatt wieder aus, sobald ihr ein Gefühl für die Fadenspannung entwickelt habt.

Zweites Blütenblatt: die Wiederholung, die Routine bringt

Zweites Blütenblatt entsteht beim kleine Blume häkeln, zwei Blätter liegen nebeneinander im Ring

Das zweite Blütenblatt entsteht genauso wie das erste: 2 Luftmaschen, 2 Stäbchen, 1 Kettmasche, wieder direkt in den Fadenring gearbeitet. Auf dem Bild sieht die kleine Blüte in diesem Stadium fast aus wie zwei Ohren – das ist völlig normal und legt sich, sobald mehr Blütenblätter dazukommen.

Hier merkt ihr zum ersten Mal, ob eure Spannung konstant bleibt: Sind beide Blätter etwa gleich groß, seid ihr auf einem guten Weg. Wirkt das zweite deutlich kleiner, habt ihr den Faden wahrscheinlich enger gezogen als beim ersten Mal – das passiert, wenn die Hand sich noch an die Bewegung gewöhnt.

  • Locker bleiben: Die Nadel sollte leicht durch den Ring gleiten.
  • Nicht zählen vergessen: Zwei Stäbchen pro Blatt, nicht mehr, nicht weniger.

Ein bisschen Unregelmäßigkeit stört am Ende übrigens niemanden – meine eigenen Blüten sind bis heute nie ganz symmetrisch, und das fällt außer mir keinem auf.

Drittes Blütenblatt – jetzt zeigt sich die Form

Drittes Blütenblatt wird in den Fadenring gehäkelt, alle Blütenblätter werden gleich groß

Beim dritten Blütenblatt arbeitet ihr wieder in denselben Fadenring, mit der gleichen Kombination aus Luftmaschen, Stäbchen und Kettmasche. Auf dem Foto lässt sich schon gut erkennen, wie sich die Blätter langsam wie ein Fächer um die Mitte legen.

Wichtig ist an dieser Stelle, dass alle Blütenblätter etwa gleich groß werden – das entscheidet später, ob eure Blume rund und ausgewogen wirkt oder eher schief in eine Richtung zieht. Schaut nach jedem Blatt kurz von oben auf euer Werkstück und vergleicht.

Falls ein Blatt sichtbar größer geraten ist: Ihr könnt es nicht mehr nachträglich korrigieren, ohne es aufzutrennen, aber ihr könnt beim nächsten Blatt bewusst etwas enger häkeln, um den Unterschied auszugleichen. Kleine Abweichungen gleichen sich am Ende optisch oft von selbst aus.

Das vierte Blütenblatt: die Blume bekommt ihr Gesicht

Viertes Blütenblatt vervollständigt die Form beim kleine Blume häkeln, Blätter gleichmäßig verteilt

Mit dem vierten Blütenblatt – wieder 2 Luftmaschen, 2 Stäbchen, 1 Kettmasche – erkennt man auf dem Foto zum ersten Mal wirklich eine Blüte, keine lose Ansammlung von Häkelteilen mehr. Vier Blätter liegen jetzt gleichmäßig um die Mitte verteilt, fast wie ein kleines Kleeblatt mit einem Blatt zu viel.

Worauf ich hier besonders achte

  • Gleichmäßiger Abstand: Die Blätter sollten sich nicht überlappen und keine großen Lücken lassen.
  • Ring straff halten: Zieht bei Bedarf den Anfangsfaden nochmal nach, damit die Mitte nicht ausleiert.
  • Fadenspannung: Bleibt bei jedem Blatt gleich, sonst wirkt die Blume am Ende windschief.

Wer eine etwas vollere Blüte möchte, kann an dieser Stelle auch ein fünftes und sechstes Blatt einplanen – dafür braucht ihr dann natürlich mehr Fadenring-Umfang und etwas mehr Geduld.

Fünftes Blütenblatt und der Moment, in dem der Ring sich schließt

Fünftes Blütenblatt gehäkelt und Fadenring festgezogen, die kleine Blume bekommt runde Form

Das fünfte Blütenblatt schließt den Kranz. Ihr häkelt es genauso wie die vorherigen vier, und direkt danach kommt der Moment, auf den die ganze Anleitung hinarbeitet: den Fadenring festziehen. Auf dem Bild ist die Blüte in genau diesem Augenblick zu sehen – fünf gleichmäßige Blätter, die sich rund um eine geschlossene Mitte legen.

Jetzt bekommt die kleine Blume ihre runde Form – und das ist tatsächlich der spannendste Moment im ganzen Projekt, weil sich hier zeigt, ob die Mühe mit dem Fadenring sich gelohnt hat.

Zieht den kurzen Ende-Faden des Rings vorsichtig, aber bestimmt an, bis das Loch in der Mitte komplett verschwunden ist. Zu ruckartig ziehen kann die ersten Maschen verziehen, also lieber in kleinen, kontrollierten Schritten arbeiten.

Faden vernähen und die letzte Masche sichern

Letzte Masche sichern und Faden nach hinten ziehen für eine saubere kleine Häkelblume

Zum Schluss sichert ihr die letzte Masche und zieht den Arbeitsfaden nach hinten durch die Blüte – auf dem Foto seht ihr, wie ich genau das mache, mit der Nadel noch in der letzten Schlinge. So bleibt die Blume sauber und ordentlich, ohne lose Fadenenden, die später aus der Blüte herausgucken.

Ich vernähe den Restfaden anschließend noch ein Stück durch die Rückseite der Mittelmaschen, bevor ich ihn abschneide. Das ist keine Pflicht, aber es verhindert, dass sich die Blüte beim Waschen oder Tragen mit der Zeit wieder auftrennt – gerade bei Baumwollgarn, das etwas rutschiger ist als Wolle.

Wer die Blume als Anhänger nutzen möchte, kann an dieser Stelle gleich eine kleine Schlaufe aus dem Restfaden mit einarbeiten, statt ihn ganz abzuschneiden.

Fertig: eure kleine Häkelblume

Fertige kleine Blume häkeln Anleitung Ergebnis, rosa Häkelblüte liegt auf einem aufgeschlagenen Buch

Und da liegt sie: eine kleine, fünfblättrige Häkelblume in zartem Rosa, auf dem aufgeschlagenen Buch fast wie ein gepresstes Blümchen. Das Ergebnis hat mich beim ersten Mal selbst ein bisschen überrascht – aus ein paar Metern Baumwollgarn wird in weniger als einer halben Stunde etwas, das nach deutlich mehr Aufwand aussieht.

Verwenden könnt ihr die Blüte auf verschiedene Weise:

  • als Applikation auf einer selbstgehäkelten Mütze oder Tasche
  • als Geschenkanhänger an einem Päckchen, statt einer Schleife
  • aufgenäht auf ein Stoffband als kleine Haarspange
  • einfach lose als Deko in einer Schale mit anderen kleinen Häkelteilen

Häkelt ihr gleich mehrere in unterschiedlichen Rosatönen aus der Restekiste, ergibt sich schnell eine kleine Blumenwiese – genau das, was ich an nasskalten Nachmittagen im Allgäu am liebsten mache, wenn draußen sowieso nichts wächst.

Diese kleine Blume ist eines der Projekte, die ich immer wieder gerne mache, gerade weil sie so schnell fertig ist und trotzdem jedes Mal ein bisschen anders aussieht. Probiert sie einfach mit den Wollresten aus, die ihr sowieso schon zuhause habt – perfekt muss sie beim ersten Mal wirklich nicht werden.

Kleine Blume Häkeln - Anleitung Für Eine Zarte Häkelblüte
DIY-Anleitung Pin
Kleine Blume Häkeln - Anleitung Für Eine Zarte Häkelblüte
4.9 · 65 Bewertungen
Kleine Blume häkeln: Mit rosa Baumwollgarn und Häkelnadel 3,5 mm entsteht Schritt für Schritt eine hübsche Häkelblüte für Deko oder als Geschenkanhänger.
Häkelblumeeisstiele wandhänger blumen home
VORBEREITUNG5 Min
Arbeitszeit25 Min
GESAMTZEIT30 Min
Ergebnis1 Blume
SchwierigkeitEinfach
Kostenca. 2 €
Material
  • Material
  • Werkzeug
Schritte
1
Anfangsschlinge häkeln
Legt eine Anfangsschlinge und zieht sie auf die Häkelnadel 3,5 mm. Verwendet dafür das rosa Baumwollgarn.
2
Fadenring legen
Legt einen Fadenring und haltet ihn mit den Fingern fest, er bildet später die Blütenmitte.
3
1. Blütenblatt häkeln
Häkelt direkt in den Fadenring 2 Luftmaschen, 2 Stäbchen und 1 Kettmasche.
4
2. Blütenblatt häkeln
Wiederholt 2 Luftmaschen, 2 Stäbchen, 1 Kettmasche für das zweite Blütenblatt im gleichen Ring.
5
3. Blütenblatt häkeln
Arbeitet das dritte Blütenblatt in den Fadenring und achtet darauf, dass alle Blütenblätter gleich groß werden.
6
4. Blütenblatt häkeln
Häkelt das vierte Blütenblatt in den Ring und verteilt alle Blütenblätter gleichmäßig um die Mitte.
7
5. Blütenblatt häkeln und Ring festziehen
Häkelt das fünfte Blütenblatt und zieht den Fadenring fest, damit die Blume ihre runde Form bekommt.
8
Faden sichern
Sichert die letzte Masche und zieht den Arbeitsfaden nach hinten, damit die Blume sauber und ordentlich bleibt.
9
Fertigstellen
Vernäht den Restfaden und schneidet ihn ab, eure kleine Häkelblume ist fertig als Deko, Applikation oder Geschenkanhänger.

Häufig gestellte Fragen

Welches Garn eignet sich am besten für die kleine Blume?

Ich nehme fast immer Baumwollgarn, weil es die Form der Blütenblätter besser hält als Acrylwolle und beim Waschen nicht ausleiert. Reste aus der Wollkiste reichen völlig, ihr braucht wirklich nur wenige Gramm.

Was mache ich, wenn der Fadenring sich nicht ganz schließen lässt?

Zieht den kurzen Ende-Faden noch einmal in kleinen Schritten nach, statt einmal ruckartig zu ziehen. Bleibt ein winziges Loch, könnt ihr es beim Vernähen des Fadens von hinten unauffällig zusammenziehen.

Kann ich die Blume auch mit weniger als fünf Blütenblättern häkeln?

Ja, vier Blütenblätter ergeben eine kleinere, etwas eckigere Blüte, sechs Blütenblätter eine vollere. Die Häkelfolge aus Luftmaschen, Stäbchen und Kettmasche bleibt dabei immer gleich.

Wie lange dauert eine kleine Häkelblume ungefähr?

Mit etwas Übung sitze ich für eine Blüte etwa 25 bis 30 Minuten am Tisch, vom ersten Faden bis zum Vernähen. Für Anfängerinnen darf es gern eine gute Stunde sein, das ist völlig normal.

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